Projekt auf einen Blick
Ein pharmazeutischer Produktionsbetrieb im Schweizer Mittelland hatte wiederholt mit unerklärlichen Stillständen im Abfüllprozess zu kämpfen. Gleichzeitig zeigte sich Schulungsbedarf im Bereich Rüstvorgänge und Prozessabläufe. Gemeinsam mit REFA: Suisse wurden Zeitstudien durchgeführt, die Ursachen für die Störungen identifiziert und ein neues Schichtmodell erarbeitet. Ergänzt wurde das Projekt durch gezielte Inhouse-Schulungen, die zu einer messbaren Prozessverbesserung führten.
Fachliche Umsetzung:
- Durchführung von Zeitstudien an Abfüll- und Verpackungslinien
- Dokumentation und Analyse von Stillstandszeiten und Rüstvorgängen
- Identifikation von Ursachen für Prozessunterbrechungen
- Entwicklung eines neuen Schichtmodells zur Kapazitätsanpassung
- Durchführung interner Schulungen zu Rüstzeitoptimierung und Ablaufstandardisierung
- Begleitung bei der Umsetzung im laufenden Betrieb
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Ausgangssituation
Der Betrieb füllte flüssige Arzneimittel in Kleinchargen ab. Die Linien waren technisch modern, dennoch kam es regelmässig zu ungeplanten Unterbrechungen. Die Ursachen waren nicht systematisch erfasst, und die vorhandenen Schichtstrukturen passten nicht zu den realen Prozesszeiten. Zudem variierte die Effizienz der Rüstvorgänge stark – abhängig vom eingesetzten Personal.
Zielsetzung & Vorgehensweise
Zielsetzung:
- Aufdeckung und Reduktion von Stillstandszeiten
- Bessere Abstimmung von Schichtzeiten auf reale Prozessanforderungen
- Ermittlung des Schulungsbedarfs und Know-how-Transfers im Team
Vorgehensweise:
- Durchführung von Zeitaufnahmen an kritischen Produktionslinien
- Auswertung und Visualisierung der Stillstandsdaten
- Identifikation systemischer Ursachen und personeller Einflussfaktoren
- Entwicklung eines bedarfsgerechten Schichtmodells
- Planung und Umsetzung praxisnaher Inhouse-Schulungen
- Begleitung bei der Integration der Verbesserungsmassnahmen
Erkenntnisse & Ergebnisse
Die Auswertungen zeigten, dass ein Grossteil der Stillstandszeiten auf unklare Abläufe, fehlende Materialbereitstellung und unzureichend geschulte Rüstprozesse zurückzuführen war. Besonders in der Übergabe zwischen Schichten kam es zu Informationsverlusten.
Das neue Schichtmodell wurde an die realen Zykluszeiten angepasst und führte zu einer besseren Linienauslastung. Die Schulungen vermittelten praxisrelevantes Know-how, wodurch Rüstzeiten verkürzt und Abläufe besser koordiniert wurden. Die Mitarbeitenden zeigten sich offen und engagiert, da sie aktiv in die Analyse und Lösungsfindung eingebunden waren.
Erzielte Effizienzgewinne
- Transparente Erfassung der Stillstandszeiten durch REFA-Zeitstudien
- Optimiertes Schichtmodell für höhere Linienverfügbarkeit
- Verkürzung der Rüstzeiten durch gezielte Schulungen
- Erhöhte Prozessstabilität und verbesserte Ablauforganisation
Empfehlungen von REFA: Suisse
Für Pharmaunternehmen ist es entscheidend, Prozessdaten systematisch zu erheben und auszuwerten – insbesondere bei sensiblen und taktkritischen Abläufen. REFA: Suisse empfiehlt, Zeitstudien gezielt mit Schulungs- und Schichtmodellen zu verknüpfen, um technische und personelle Optimierungspotenziale vollständig auszuschöpfen.
Die enge Einbindung der Mitarbeitenden und die Verankerung von Standards im Alltag sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.
Fazit
Durch die Zusammenarbeit mit REFA: Suisse konnte ein Pharmaunternehmen im Mittelland seine Abfüllprozesse nachhaltig verbessern. Die Kombination aus Zeitstudien, Schichtoptimierung und praxisnaher Schulung führte zu stabileren Abläufen und einer effizienteren Produktion – ganz im Sinne der hohen Qualitätsanforderungen der Branche.



